Übermittagbetreuung

Besucht ihr Kind einen Instrumentalunterricht oder Rhythmikkurs an der Schule, sind Sie am Mittag berufstätig oder brauchen Sie nur an bestimmten Tagen eine Betreuung? Diesen Bedürfnissen wollen wir entsprechen!

Die Übermittagbetreuung der Freien Waldorfschule Evinghausen besteht seit 2011 und basiert auf dem Grundstein der Tagespflege: eine Tagespflegekraft betreut maximal bis zu 5 Kinder. Die Betreuung ist für die Kinder der Klassen 1 bis 6 konzipiert. Wir arbeiten in altersgerechten Gruppen mit insgesamt 15 Plätzen.

Unsere Grundlage für die Betreuungsarbeit ist die Waldorfpädagogik,die auf der allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners basiert. Ein bedeutender pädagogischer Schwerpunkt ist hierbei die Schulung und Pflege der Sinne. Die Betreuungszeit ist in gemeinsame Tätigkeiten und Freispiel gegliedert. Die Tagespflegekräfte gehen auf die Kinder individuell ein und unterstützen deren freies Gestaltungsbedürfnis. Die Kinder lernen dadurch, ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Dadurch können sie an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gewinnen. Ein besonderes Anliegen ist uns eine intensive Erlebnispädagogik.

Die Übermittagbetreuung beginnt, wenn die Schule um 12:45 Uhr endet. Die Kinder werden unter dem Vordach des Mittelstufenbaus von den Tagespflegekräften in Empfang genommen. Gegen 13 Uhr wird gemeinsam ein warmes Mittagessen in der Schulküche eingenommen. Nach dem Essen geht es zunächst in den Betreuungsraum, der sich ebenerdig im alten Bauernhaus befindet. Der warme, freundliche Raum lädt zum Basteln, Spielen, Geschichten lauschen, Hausaufgaben machen oder einfach zum Verweilen ein. Auch der Außenbereich hält viele Spiel- und Erholungsmöglickeitenbereit. Der direkt vor der Gruppentür anliegende Spielplatz begeistert durch seine Vogelnestschaukel, sein kleines Fachwerkhäuschen und seinen großen Sandplatz mit integrierter Wasserpumpe. Der nach einem kurzen Fußweg angrenzende Wald bietet den Kindern die Möglichkeit, die Welt und Natur zu entdecken und mit den Jahreszeiten zu leben. Der Jahreslauf mit all seinen christlichen und jahreszeitlichen Festen regt über das ganze Schuljahr hinweg zu allerhand Basteleien, Bäckereien und Spielen ein. Gegen 14:45 Uhr treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Aufräumen am Betreuungsraum. Anschließend werden die Kinder zu ihren Bussen und Taxen begleitet.

Kontakt und Informationen: Martina Folkens

Ein Frühlingstag in der Übermittagbetreuung

„Nachdem alle Betreuungskinder angekommen sind, gehen wir zum Mittagessen in die Schulküche. Fröhlich spazieren wir an der Warteschlange vorbei zur Essensausgabe, wo  sich jeder sein Menü aussucht. Wer darf heute den Wagen mit dem Essen zu unserem Tisch fahren? Nach dem Essen räumen wir gemeinsam ab und dann geht`s erstmal in den Betreuungsraum.

Wer hat welche Hausaufgaben auf? Bei den jüngeren Kindern sind die meist schnell gemacht, bei den älteren nicht immer. Manche Kinder machen ihre Aufgaben auch lieber zu Hause, manchmal gibt es auch diesbezüglich besondere Vereinbarungen mit den Eltern. Je nach Jahreszeit und Wetter können wir nun draußen spielen oder basteln. Heute ist ein schöner Frühlingstag. Auf der Wiese vor unserem Raum spielen wir zunächst mit dem Springseil. Nicht alle trauen sich sofort, in das lange Seil, das ich schlage, hinein zu springen, aber bald schaffen sie es doch. Andere schaukeln lieber eine Runde auf der Nestschaukel, die vielleicht zu einem Piratenschiff auf hoher See wird, das  in einen wilden Orkan gerät. Anschließend  sammeln wir in der Umgebung Blüten und Blätter und legen daraus schöne Mandalas. Jedes wird fotografiert und mit den Fotos basteln wir später eine Karte zum Muttertag.

Nun wird es aber auch schon Zeit, dass  wir unseren Betreuungsraum  noch schnell aufräumen und zu den Bussen gehen. Die Kinder, die länger auf ihren Bus warten müssen, vertreiben sich die Wartezeit noch mit einem Quartettspiel,  wenn sie nicht lieber auf den Baum klettern oder ,Füße fangen´ möchten…”

Ein Herbsttag in der Übermittagbetreuung

„Es ist Herbstzeit und es weht ein kräftiger Wind. Ich habe einige Drachen mitgebracht und wir laufen zu  einem nahe gelegenen Stoppelfeld, wo sich die Kinder  gegenseitig helfen, ihre Drachen in die Luft zu bringen. Bald flattern  die bunten Drachen lustig vor dem blauen Himmel. Oje, einer hält dem Zug der Leine nicht stand und lässt los, aber zum Glück können wir den Drachen wieder einfangen. Schließlich kehren wir windzerzaust in den Betreuungsraum zurück und wer mag, bastelt noch einen Drachen aus Transparentpapier  zur Fensterdekoration für unser Fenster oder für zu Hause. Einige spielen  lieber noch ein Gesellschaftsspiel oder malen ein Bild.”

„Mein Name ist Anke Priesner und ich arbeite seit 2011 in der
Übermittagbetreuung. Ich bin 47 Jahre und habe sechs Kinder, von denen
noch vier hier in Evinghausen zur Schule gehen. Seit fünf Jahren bin ich
als Tagesmutter tätig. Als Wildkräuterpädagogin ist es mir ein
besonderes Anliegen, bei Kindern (und auch Erwachsenen) die Beziehung
zur Natur zu stärken.”

Außerdem arbeitet Monika von der Heide aus Bramsche in der Übermittagbetreuung.